Asklepioskuren im Natur-Med

nach Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht, ehemaliger Direktor des Instituts für klinische und experimentelle Pathophysiologie der Berliner Charité der Humboldtuniversität

Im 4. Jahrhundert vor Christi wurde in Bergama (Pergamon) ein Gesundheitszentrum errichtet, in welchem der Kult des Gottes der Heilkunde „Asklepios“ gepflegt und die Naturheilverfahren der berühmten Schule der Asklepiaden, die eng mit dem Namen Hippokrates verbunden ist, praktiziert wurden.

Das Asklepieion war ein „Gesundheitszentrum“ und kein „Krankenhaus“. Ziel und Zweck des Asklepieion war es, Kranke gesund zu machen. Gesund werden war die heilige göttliche Verpflichtung für Patienten und Ärzte. Dabei mussten die Kranken aktiv mitwirken. Das Sterben war verboten. Eine große Gesetzestafel am großen Tor des Asklepieion teilte dies mit: „Im Namen aller Götter, es ist verboten, den Tod zum heiligen Ort zu bringen.“

Die Behandlung bestand aus naturheilkundlichen Verfahren: Ton- und Moorpackungen, Bäder im Wasser, in der Luft und in der Sonne, Entschlackungskuren, Rundläufe und Phytotherapie mit den Heilpflanzen aus der Umgebung von Pergamon. Des weiteren wurden Meditation, Sprechtherapien (ich werde gesund), Imaginationen (Verinnerlichungen), Visualisierungen, Schlaftherapien mit Traumdeutungen, Musiktherapien und Kulturveranstaltungen im Theater zum Zwecke der Heilung angewendet. Derartige Gesundheitskuren dauerten mehrere Wochen. Sie wurden größtenteils mit zwei- bis dreiwöchigen Kuren eingeleitet, mit dem Ziel, die Selbstheilungskräfte zu stärken. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die inneren Rhythmen wieder in Takt kommen. 

Heute werden Asklepioskuren im Natur-Med durchgeführt

Ca. 250 km entfernt von Pergamon (Bergama), dem größten Gesundheitszentrum der Antike „Asklepieion“, liegt das Naturkurzentrum Natur-Med in purer Natur und ökologischer Reinheit, das von dem deutsch sprechenden türkischen Chefarzt Dr.med.Yasar Yilmaz gegründet wurde und geleitet wird.
Natur-Med gehört zu dem Ortschaftskomplex Davutlar-Kusadasi, Westtürkei, unweit des Ägäischen Meeres, am Fuße des Samsongebirges.