PPT (Pneumatische Pulsationstherapie)

Pneumatische Pulsationstherapie (PPT)
Die Pneumatische Pulsationstherapie (PPT) ist ein therapeutisches Verfahren, das in Anlehnung an die klassische Methode des Schröpfens entstanden ist. Das klassische Schröpfen besteht aus einer Behandlung durch Glasglocken (sogenannte Schröpfgläser), die durch Unterdruck auf der Haut befestigt sind. Die pneumatische Pulsationstherapie hingegen wechselt in einer definierten Frequenz zwischen Unterdruck und atmosphärischen Druck und entfaltet so ihre Wirkung. Neben der Behandlung einer Reihe von Erkrankungen, kann das Verfahren auch der präventiven Gesundheitserhaltung und der Förderung der Vitalität dienen.
Die pneumatische Pulsationstherapie vereint die klassischen Methoden des Schröpfens, der Lymphdrainage und der Massage bzw. der Reflexzonenmassage. Die PPT beruht auf dem Prinzip einer Saugmassage, es kommt dabei zum Ansaugen der Haut, des Unterhautfettgewebes und der Muskulatur. Das Gerät (Pneumatron) erzeugt unter einer Saugglocke rhythmische Impulse, die vertikal zur Hautoberfläche schwingen. Dabei generiert es abwechselnd Unterdruck und atmosphärischen Druck. Die Frequenz beträgt 3 Hz (ca. 200 Schwingungen pro Minute).

Die Methode ist vielseitig anwendbar und hat folgende Effekte:

  • Stoffwechselaktivierung
  • Beschleunigung der Blutzirkulation – dadurch Verbesserung der Sauerstoffversorgung vor allem in der Peripherie
  • Verbesserte Versorgung des Gewebes mit Vitalstoffen (Mikronährstoffen z. B. Mineralstoffe, Vitamine) und Botenstoffen (z. B. Hormone)
  • Verbesserung des Lymphabflusses und des venösen Abflusses
  • Anregung von Entgiftungsvorgängen (Entschlackung) – Entzündungsmediatoren, Stoffwechselschlacken und eingelagerte Umweltschadstoffe werden mobilisiert und zur Ausscheidung gebracht
  • Lösung von Verspannungen der Muskulatur
  • Lockerung der Gewebestruktur
  • Normalisierung neurovegetativer Reflexwege – über Verbindungen der Nerven im oberflächlichen Gewebe mit dem Organsystem kann dieses beeinflusst werden
  • psychische Entspannung
  • Schmerzlinderung

Die Pneumatische Pulsationstherapie erreicht nicht nur direkt in der Haut eine gute Wirkung, die Unterdruckwellen beeinflussen auch tiefere Gewebe. Das Verfahren bewirkt in erster Linie eine verbesserte Durchblutung, die Heilungsprozesse auslösen und beschleunigen kann. Im Gegensatz zum Schröpfen besteht dabei nicht die Gefahr von Hämatomen (blauer Fleck) durch den üblichen konstanten Unterdruck. Anwendungsgebiete der Pneumatischen Pulsationstherapie sind neben Lymphdrainage und Massage vor allem orthopädische Indikationen und muskuläre Beschwerden sowie kosmetische Indikationen (z. B. Zellulitis).

Die pneumatische Pulsationstherapie wird durchgeführt bei:

  • Akne (z. B. Acne vulgaris)
  • Bronchitis
  • Zellulitis
  • Durchblutungsstörungen
  • Dekubitusprophylaxe – ein Dekubitus ist ein lokaler Gewebsuntergang durch Kompression (Druckeinwirkung) der versorgenden Gefäße
  • Kalkaneussporn – sogenannter Fersensporn; eine dornartige, knöcherne Ausziehung des Tuber calcanei (Fersenbein des Fußes) am Ansatz überbeanspruchter Sehnen, die eine Entzündung hervorrufen kann
  • Lymphfluss-Verbesserung
  • Migräne
  • Myogelosen – knotenartige oder wulstförmige, klar umschriebene Verhärtungen in der Muskulatur (umgangssprachlich auch als Hartspann bezeichnet)
  • Narbenwucherungen
  • Neuralgien – Nervenschmerzen, die sich auf das Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Nerven beschränken
  • Sportverletzungen
  • Tendopathien – Veränderungen bzw. Entzündungen an Sehnenursprüngen- und ansätzen
  • Verdauungsstörungen


Die Pneumatische Pulsationstherapie ist eine sinnvolle Ergänzung zu der schulmedizinischen Behandlung und kann unterstützend das Wohlbefinden des Patienten fördern.

Quelle: http://www.reflexmedizin.de