Fasten

FASTEN IM NATURMED

HEILFASTEN (FASTEN NACH BUCHINGER)

“Der sogenannte Gesunde soll fasten! Sein jährliches, ehrliches Fasten soll ihn vor Krankheit und Siechtum bewahren!”  

Dr.Otto Buchinger

Das Fasten ist in der Geschichte seit Jahrtausenden verankert und ist eine uralte Tradition. Es ist ein Bestandteil der menschlichen Natur und Kultur und spielt in allen Weltreligionen eine bedeutende Rolle. Fasten hat auch schon in der Antike eine wichtige Rolle gespielt. Hippokrates rät bereits vor ca. 2500 Jahren zum Fasten als Therapeutikum. 

Dr. Otto Buchinger (1878-1966) war während des ersten Weltkrieges Militärarzt in der Marine. 1917 erkrankte er schwer an einer Mandelentzündung und in Folge entwickelte sich ein Gelenkrheuma, das Buchinger zwang, den Dienst in der Marine zu quittieren. Unter Anleitung des praktischen Arztes Gustav Riedlin unterzog sich Buchinger einer dreiwöchiger Fastenkur. Der Erfolg dieser Fastenkur war so bemerkenswert, dass sich Buchinger von da an mit Heilfasten und weiteren naturheilkundlichen Themen beschäftigte. 

Dr. Buchinger begründete die Wirksamkeit des Fastens damit, dass der Organismus gereinigt und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Er benutzte dafür den Begriff “Entschlackung”. 

Buchinger/Lützner Fasten-Methode ist ein freiwilliger und bewusster Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum um den Körper zu entlasten. Es ist eine Körperreinigung von innen und bedeutet damit viel mehr als “nicht essen”. 

Das Thema Fasten ist wichtiger denn je, da die Menschen sich der gesundheitlichen Folgen von Überangebot an Nahrung in einer konsumorientierten Wohlstandsgesellschaft immer bewusster werden. 

Wichtige Informationen zum Fasten: 

“Verzichten und Loslassen können wirken heilsam auf Körper, Seele und Geist.” 

Dr.Otto Buchinger

Was ist Fasten? 

  • Fasten ist ein Jahrtausendalte Tradition. 
  • Fasten ist bei Tieren natürlich. Je nach Nahrungsverfügbarkeit und Saison sind viele Tiere für einen bestimmten Zeitraum gezwungen von ihren körpereigenen Fettdepots zu leben. 
  • Fasten-eine Weile von körpereigenen Reserven zu leben- ist bei Menschen natürlich. 
  • 30% der körperlichen Energie wird für die Verdauung der aufgenommenen Nahrung verbraucht. 
  • Fasten: ganze Energie in den Gesundungsprozess zu stecken. 
  • Fasten ist eine völlig naturgegebene Form menschlichen und tierischen Lebens, wobei die notwendige Ernährung von “innen”-also aus den körpereigenen Reserven bzw. Fettdepots-erfolgt.  

Wie wirkt Fasten? 

  • Fasten beeinflusst immer den ganzen Menschen: seinen Körper, seine Seele und seinen Geist. 
  • Es reinigt und regeneriert den Organismus,
  • aktiviert die Selbstheilungskräfte bzw den “inneren Arzt”,
  • schaft Klarheit und Ordnung in den Körperfunktionen. 
  • Ist eine Hinwendung zu einer gesünderen Ernährung und einem optimierten Lebensstil. 

Positive Auswirkungen:

  • Senkung von Blutdruck und Blutzuckerspiegel
  • Entlastung von Magen und Darm
  • Gewichtsreduktion durch Fettabbau
  • Entwässerung und Entsalzung
  • Verbesserung des Immunsystems
  • Entgiftung von Schadstoffen
  • Reinigung von Endprodukten des normalen Stoffwechsels
  • Linderung rheumatischer Beschwerden
  • Gefühl der Leichtigkeit. 
  • Besinnung auf eigene Bedürfnisse
  • Stärkung der Kreativität
  • Klarheit im Denken
  • Das Abenteuer neuer Selbsterfahrung und -erkenntnis
  • Lösung von Spannungen
  • Vertrauen in den eigenen Körper
  • Stressreduktion und Energieaufbau. 

Indikationen “Fasten für Gesunde”

  • Prävention: Erhaltung und Pflege der körperlichen, seelischen und geistigen Gesundheit. 
  • Senkung von Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Bluttwerte und Harnsäure, erhöhter Blutzucker, erhöhtes Cholesterin etc. 
  • Impuls zu Korrektur von Ernährung und Lebensstil. 

Indikationen “Heilfasten” als Therapie 

  • Ernährungs – und Stoffwechselkrankheiten (z.B. Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Hyperlipidämie) 
  • Erkrankungen von
  • Herz-Kreislauf (z.B. Hypertonie, Durchblutungsstörungen)
  • Muskeln, Bindegewebe, Skelett (z.B. rheumatoide Arhritis, Wirbelsäulenerkrankungen, Rückenschmerzen, HWS-Syndrom) 
  • Nerven und Psyche (z.B. Migräne, psycho-vegetative Erschöpfung)
  • Magen-Darm (z.B. chronisch, entzündliche Darmerkrankungen, chronische Obstipation, Fettleber) 
  • Lungen und Atemwegen (z.B chronische Bronchitis, Heuschnupfen) 
  • Haut (z.B. Neurodermitis, Akne) 

Vorbereitung

  • Bewusste Entscheidung zum Fasten treffen
  • Geistig-seelisch einstimmen
  • Aktivitäten reduzieren
  • Mehr Ruhe
  • Bewegung an frischer Luft
  • Genussmittel langsam ausschleichen (Alkohol, Kaffee, Nikotin)
  • Die letzten zwei Tage vor Fastenbeginn keinen Kaffee mehr trinken
  • Nahrungsmenge langsam reduzieren und umstellung auf vegetarische und leichte Kost. 
  • Entlastungstag unmittelbar vor Fastenbeginn. 

BASENFASTEN

Der Begriff der “basischen Ernährung” ist seit ca. 1913 verbreitet und wird in der Komplementär- bzw. Alternativmedizin als gesundheitsfördernd beschrieben. Anders als beim Heilfasten wird hier nicht auf die Nahrungsaufnahme verzichtet, sondern lediglich auf bestimmte Nahrungsmittel. Ohne Kalorien zu zählen oder zu Fasten stellt sich so auch beim Basenfasten ein Reinigungs- und Entschlackungseffekt ein.

Bei einer basischen Ernährung unterscheidet man zwischen säurebildenden und basenbildenden Lebensmitteln und nimmt über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich basische Lebensmittel zu sich. Bei einer Basenfastenkur, die sich über eine, zwei oder drei Wochen erstreckt, wird auf säurebildende Lebensmittel verzichtet, das beinhaltet:

  • tierische oder industriell hergestellte Lebensmittel,
  • Mehl,
  • Zucker
  • koffeinhaltige Getränke.

Während beim Heilfasten teils nur Wasser, Säfte, Kräutertees und Brühe zu sich genommen wird, lässt sich Basenfasten leichter umsetzen. 

Gesund entgiften und entschlacken

Einige Angewohnheiten aus unserem Alltag können dazu führen, dass wir uns unwohl fühlen oder zu Übergewicht neigen, beispielsweise:

  • eine ungesunde Ernährung,
  • Stress,
  • mangelnde Bewegung,
  • zu schnelles oder übermäßiges Essen
  • oder zu viel Koffein, Zucker, Alkohol und Co.

Mit der Zeit führen diese Angewohnheiten zu einer Übersäuerung des Körpers, wodurch gesundheitliche Probleme entstehen können. Basenfasten hilft dabei, zu entsäuern und zu entgiften. Der Körper kann so eingelagerte Stoffwechselabbauprodukte, belastende Säuren und andere toxische Substanzen lösen und sich anschließend regenerieren. Das sorgt für eine Entschlackung des Körpers und führt zu mehr Wohlbefinden von Kopf bis Fuß. 

Basenfasten ist eine Fasten Methode, die weniger schwierig und für mehr Menschen geeignet ist. Im Basenfasten kommt es zu keiner Umstellung des Stoffwechsels auf den Fastenstoffwechsel, d.h. keine Ernährung von Innen. Die Entgiftungs- und Entschlackungsarbeit des Körpers wird auch im Basenfasten mit Kräutertees, Leberwickeln, Bewegung, Entspannung und zusätzliche Anwendungen unterstützt. 

Basenfasten im NaturMed 

Im NaturMed bieten wir Ihnen im Rahmen einer Basenfasten-Kur basische Mahlzeiten an. Diese beinhalten NaturMed Leinsamen-Cracker, Gemüse, Obst, Kräuter, Sprossen, bestimmte Nüsse, Samen, kaltgepresste Öle und Kräuter-Tees. Diese verstoffwechselt der Körper basisch und bringt so den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht. Eine Basenfasten-Woche im NaturMed hilft Ihrem Körper also in vielerlei Hinsicht, u.a. dabei:

  • zu entgiften,
  • zu regenerieren,
  • Übergewicht abzubauen
  • und das Immunsystem zu stärken.

Die Integration von Basenfasten und Buchinger-Fasten erweitert unser Fasten-Konzept um eine zusätzliche Dimension. Mit dieser Kombination wird das Buchinger-Fasten erleichtert und die gesundheitlichen Vorteile des Fastens im Allgemeinen verdoppelt. Sie haben Fragen bezüglich Basenfasten oder möchten sich von uns beraten lassen, welche Fastenkur für Sie die richtige ist? Kontaktieren Sie uns – wir sind gern für Sie da!

Intervallfasten im NaturMed

Intervallfasten ist den Wechsel von Phasen mit Nahrungsaufnahme und mit Phasen ohne Nahrungsaufnahme. Nach dem 16:8 Intervallfasten-Prinzip liegen zwischen der letzten Mahlzeit des Vortages und der ersten Mahlzeit des Tages 16 Stunden. In den acht Stunden, in denen man essen darf, bieten wir Ihnen zwei basische Mahlzeiten.

Hinter dem Begriff Intervallfasten – auch bekannt als intermittierendes Fasten – verbirgt sich eine spezielle Form des Fastens, der verschiedene Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben werden, die sich positiv auf die Gesundheit ausüben. Dabei steht ein Wechsel von Phasen mit und ohne Nahrungsaufnahme im Fokus. Eine Ernährungsumstellung dieser Art ist insbesondere bei Menschen, die gesund abnehmen möchten, beliebt.

Die wohl bekannteste Art des Intervallfastens ist die 16:8-Methode. Dabei ist das Ziel, innerhalb eines Tages 16 Stunden zu fasten und lediglich in einem Zeitfenster von acht Stunden feste Nahrung zu sich zu nehmen. Diese Variante eignet sich besonders für Anfänger. 

Wer mit Intervallfasten entschlacken möchte, sollte in den Phasen, in denen feste Nahrung aufgenommen wird, besonders auf deren Inhaltsstoffe achten. Eine basische Ernährung mir veganen Lebensmitteln ist dabei wichtig. Eine Fastenkur dieser Art hat folgende Vorteile:

  • Es muss nicht auf allzu viel verzichtet werden
  • Intervallfasten lässt sich recht gut in den Alltag integrieren
  • Dabei wird nur Fett abgebaut, Muskelmasse bleibt bestehen
  • Bei einer normalen Nahrungsaufnahme entsteht kein Schwächegefühl

Intervallfasten bzw. Basenfasten eignet sich daher besonders, wenn Sie gesund über einen längeren Zeitraum und in Maßen abnehmen möchten ohne einen Jo-Jo-Effekt zu erzielen.